Gutsarbeiterhaus Falkenberg
1997 – 2001
8 Frauen (Architektin, Fachfrauen, berufsfremde und ungelernte Frauen) für die Be-standsaufnahme, Vorbereitung der Bauarbeiten und Dokumentation
10 - 17 Personen in Vergabe-ABM für Ausführung der Bauarbeiten
10 Azubis vom OSZ Bautechnik I für die Zimmererarbeiten
Dipl. Ing. Renate Boje
Dipl. Ing. Ute de Nur, Architektin
Seit 1978 steht die mehr als 150 Jahre alte Lehmkate unter Denkmalschutz. Sie stellt ein einmaliges Zeugnis über das Leben der Bewohner eines märkischen Dorfes um die Mitte des 19. Jahrhunderts dar. Trotz ihres ruinenhaften Bauzustandes besaß sie Seltenheitswert, sie verfügte noch über den originalen Grundriss und sehr gut erhaltene 'schwarze Küchen'. Gemeinsam mit dem Förderverein Landschaftspark Nordost engagierte sich BAUFACHFRAU Berlin e.V., das Gutsarbeiterhaus instand zu setzen und einer Nutzung zuzuführen.
Unter der Leitung von BAUFACHFRAU Berlin e.V. wurde ein Nutzungs- und Sanierungskonzept erarbeitet. Die Sanierungsarbeiten, ohne Innenausbau, wurden mit vom Arbeitsamt geförderten Kräften und Fachfirmen nach Anleitung durch BAUFACHFRAU ausgeführt. Hervorzuheben ist, dass auszubildende Zimmerleute des 2. und 3. Lehrjahres die Gelegenheit erhielten, historische Holzverbindungen kennenzulernen und in der Praxis anzuwenden. Das Gleiche galt für die Bauleute bezüglich der Lehmbautechniken.
Die Arbeit am Erhalt der Kate rief Geschichte und Geschichten in Erinnerung. Ältere NachbarInnen und frühere BewohnerInnen erzählten von den Lebens- und Wohnbedingungen in der Dorfkate.
Die „Dorfkate Falkenberg“ ist heute ein kiezbezogenes Dorfzentrum. Es beherbergt u.a. eine Denkmalstube, das "Café Lehmsofa" und einen Ausstellungsraum für regionale Künstler und ist Sitz des Fördervereins Landschaftspark Nordost e.V.
www.dorfkate-falkenberg-berlin.de