Im Zusammenhang mit Klimaschutz und dem sparsamen Umgang mit Energie erhält ökologisches oder nachhaltiges Bauen immer mehr Bedeutung. Wichtige Kriterien bilden der Rohstoff- und Energieverbrauch, die Recyclingmöglichkeiten, der Abfallaustrag während der Lebensdauer eines Bauwerks und wohnklimatische Wirkungen der verwendeten Baustoffe. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, wie z.B. Holz, Hanf oder Stroh spielt ebenso eine große Rolle wie die Nutzung Erneuerbarer Energien (Sonnen- /Bioenergie, Wasser-/Windkraft, Erdwärme) und Maßnahmen zur Energieeinsparung.
Lehm eignet sich besonders für den ökologisch nachhaltigen Bau. Er ist regional verfügbar, bei seiner Herstellung fallen geringe Energiekosten an und er ist vollständig recyclebar. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften ist er feuchtigkeits- und temperaturregulierend und wirkt raumklimatisch entsprechend positiv.
BAUFACHFRAU Berlin e.V. nahm das Bauen mit Lehm 1996 als fachliche Spezialisierung auf und hat seither eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten realisiert. Von 2002 bis 2005 war der Verein an der Entwicklung des europäischen Lehrgangs Gestalter/Gestalterin für Lehmputze beteiligt. An dem Projekt wirkten Kooperationspartner aus sechs Ländern mit. Die Schulungsunterlagen wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
Eine drastische Senkung der Kohlendioxid-Emissionen stellt das einzige Mittel dar, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Gleichwohl gilt es, sich von Energieimporten aus dem Ausland unabhängig zu machen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz werden derzeit von der Bundesregierung besonders gefördert. Die Branche der Erneuerbaren Energien wächst, und auch in Berlin und Brandenburg entsteht ein zukunftsträchtiger Arbeitsmarkt.
Integraler Bestandteil unserer Projektarbeit ist es, die Erneuerbaren Energien einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. In unseren Bildungsprojekten für nachhaltige Entwicklung, die wir in Kooperation mit Schulen durchführen, stellen sie ein wichtiges Thema dar.