Playground for Refugees

Das Projekt

Spiel- und Sportelemente für temporär genutzte Flächen

Projektleitung / Ansprechpartnerin

Dipl.-Ing. Jutta Ziegler

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Derzeit leben im Bezirk Reinickendorf ca. 1.700 geflüchtete und asylsuchende Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften an verschiedenen Standorten. Angebote für Kinder und Jugendliche sind in den Notunterkünften kaum vorgesehen.
In der Cite Foch in Reinickendorf besteht seit Februar 2015 eine Notunterkunft als Erstaufnahmeeinrichtung, in der zurzeit ca. 240 Menschen versorgt werden, davon etwa 80 Kinder und  Jugendliche bis 15 Jahre. Der Vertrag zur Nutzung der Notunterkunft sieht keine Freizeitangebote für Kinder vor und fußläufig sind keine Spielmöglichkeiten erreichbar.
Der Betreiber "Soziale Initiative Niederlausitz - SIN" ist aber sehr daran interessiert, diesen Zustand zu verbessern. In Gesprächen mit dem Integrationsbeauftragten, dem Betreiber und
dem Netzwerk "WIR" - Willkommen in Reinickendorf entstand die Idee, gemeinsam mit den Eltern und den Kindern in der Notunterkunft einen Spielplatz auf dem Gelände zu bauen. Da der Nutzungsvertrag der Cite Foch nur bis zum 31 .05.2016 besteht, werden die Spielelemente so konzipiert und gebaut, dass sie einfach demontierbar sind und in einer anderen Flüchtlingsunterkunft in Reinickendorf wieder aufgebaut werden können. In jedem Fall werden die Spielelemente Kindern und Jugendlichen in Reinickendorf zur Verfügung gestellt.

Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht ein Pilotprojekt:
Es werden Spiel- und Sportelemente für temporär genutzte Flächen entwickelt und realisiert, der Bau der Elemente erfolgt gemeinsam mit den Flüchtlingskindern und Eltern, die Notunterkunft öffnet sich zur Nachbarschaft und es ist ein Kooperationsprojekt von Betreiber, Bezirksamt, Unternehmen, Ausbildungsträger und Ehrenamtlichen des Netzwerks WIR "Willkommen in Reinickendorf'.
Damit steht das Projekt auf sehr breiten Füßen und hat beste Vorrausetzungen für eine nachhaltige Praxis.

Projektablauf

Die ersten Projektvorbereitungen und auch der Bau einer Seilspinne in Kooperation mit der Berliner Seilfabrik erfolgten Anfang September 2015.
Ende Oktober starteten die Bauwerkstätten vor Ort zur Montage der weiteren Elemente des playgrounds.
Um Kosten zu sparen und einen Standortwechsel der Elemente zu gewährleisten, wurden bereits bestehende Elemente kreativ umgenutzt und auf Fundamentarbeiten komplett verzichtet.
Die ganztägigen Bauwerkstätten wurden mit der fachlichen Anleitung von Tischlerinnen durchgeführt. Während der Unterrichtszeit bis zum frühen Nachmittag waren vorwiegend Erwachsene mit den körperlich sehr anstrengenden oder handwerklich anspruchsvollen Arbeiten beschäftigt. Nachmittags nach dem Unterricht wurden die Workshops mit den Kindern und Jugendlichen fortgesetzt.
Zum Bauen waren auch Menschen aus der Nachbarschaft herzlich willkommen.
Anfang November wird der playground mit allen Beteiligten, mit den Bewohnerinnen und Nachbarinnen feierlich eingeweiht.

Das Projekt wurde ermöglicht durch

Integrationsbeauftragter des Bezirks Reinickendorf
GESOBAU Stiftung
Berliner Seilfabrik
Herlitzstiftung (BUDDY Bear Help e.V.)
EmK Erlöserkirchengemeinde Frohnau
Soziale Initiative Niederlausitz e.V.
Unterstützung der Reinickendorfer Bürger und Bürgerinnen

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